Impressionen vom Landestag am 17.11.19

Am 17. November fand in Maria Taferl im Hotel Schachner der Landestag des Unabhängigen Bauernverband, Landesverband NÖ, W & Bgld. statt. Bei herrlichem Wetter und super Ambiente lauschten wir am Vormittag einen sehr Interessanten Vortrag vom Wiener Gastronom Herbert Hausmair (Koche nur mit regionalen Lebensmittel) und der Firma AKRA-Karner Düngerprodukten (Bodengesundheit, Klima, Schädlinge, fallende Erzeugerpreise). Am Nachmittag wurde die Vollversammlung abgehalten. Drei Vorstandsmitglieder wurden verabschiedet und drei neue Vorstandsmitglieder, darunter der Kassier Karl Kummer aus Ysper, vorgestellt und gewählt. Mit einem Jahresrückblick lies Obmann Herbert Hochwallner alle Veranstaltungen des UBVs Revue passieren und gab den Startschuss für die Landwirtschaftskammer-Wahl 2020 wo der UBV eigenständig antreten wird.

Es braucht neue Wege in der Agrarpolitik

Unter dem Titel: "Es braucht neue Wege in der Agrarpolitik" lud der UBV in Niederösterreich ÖVP,
SPÖ, FPÖ, GRÜNE & NEOS zu einer Diskussions-veranstaltung nach Laimbach ein! Konkret sollten dabei
die Vertreter der Parteien ihre Vorstellungen darlegen, wie aus ihrer Sicht die gravierenden Probleme
und Sorgen der österreichischen Land- & Forstwirtschaft verbessert wie gelöst werden sollen.


Was ist 1 Hektar Kulturland wert? Es braucht Spielregeln für Lebensmittel & die Landwirtschaft!
Einleitend skizzierte Moderator Josef Kaltenegger die wichtigsten Eckdaten aus der Sicht des UBV für einen
notwendigen neuen Weg in der Agrarpolitik. Die zentralen Forderungen des UBV sind: Was ist ein (1) ha
Kulturland wert? – Es braucht dazu eine konkrete Abgeltung je Hektar. Sowie die Forderung: Es braucht Spielregeln am Markt für Lebensmittel, Landwirtschaft und Holz. Der freie Warenverkehr ohne Kontrolle öffnet dem Betrug Tür und Tor, das sei zu stoppen. Das Ergebnis der Forderungen des UBV muss sein, dass die Land- &
Forstwirtschaft 2 bis 3 Mal mehr an Einnahmen erzielt, als dies derzeit der Fall ist. Nur dann haben die Bauern
ökonomisch wieder eine Zukunft.


GRÜNE, NEOS & FPÖ stellten sich einer sachlichen Diskussion
Die teilnehmenden Parteien GRÜNE, FPÖ und NEOS skizzierten ihre Standpunkte zur Landwirtschaft. Die ÖVP
sowie die SPÖ zogen es vor, keinen Teilnehmer zur Diskussion zu schicken. Auf die Frage, was man – sollte man
selber Agrarminister sein – sofort ändern würde, gaben die Teilnehmer folgende Antworten:


Irmi Salzer von den Grünen: Erstens ein Gespräch mit den Spitzen des Genossenschaftswesens. Es sei für sie
eigenartig, wenn man kritische Bauern aus der eigenen Genossenschaft ausschließe oder bestrafe, wenn sie z.B.
einen Teil der Milch selber vermarkten würden. Zweitens sei sie für eine Deckelung bei den Agrar Geldern. Und
zum Dritten wolle sie die Bauernversicherung reformieren.


Karin Doppelbauer von den NEOS: Ein wichtiger Punkt sei für sie die Kostenwahrheit für die Land- &
Forstwirtschaft. Danach sei dann die Abgeltung auszurichten, die erbrachten Leistungen seien zu bezahlen. Der
Selbstversorgungsgrad sei wichtig und beim Treibstoff sollte es eine Ausnahmenregelung für die Landwirtschaft
geben. Auch das Vergaberecht sei zu hinterfragen. Das grenzenlose Verbauen von Agrarflächen will sie stoppen.

 

Norbert von Handel von der FPÖ: Grundsätzlich würde er sich jedes Anliegen genau ansehen und die
Umsetzbarkeit prüfen. Eine ehrliche Lebensmittelkennzeichnung sei wichtig. Importierte Waren sollten klar
gekennzeichnet sein. Öffentliche Betriebe wie Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen oder das Bundesheer usw.
sollten vorgeschrieben bekommen, dass sie österreichische Lebensmittel verwenden müssen.


Themen & Diskussionen:
Die Diskussion mit den Bauern zeigte, dass bei diesen der Hut wirklich brennt. Die Einkommen sind ein Desaster.
Dazu kommen, dass sich immer stärker verändernde Klima sowie der Missbrauch bei der Produktkennzeichnung.
Viele Kommentare aus der Praxis zeichneten ein dramatisches Bild der Situation in der Land- & Forstwirtschaft,
die Einkommen betreffend. Die Vorschläge des UBV wurden oft positiv angesprochen, auch von den
Parteienvertretern. Die gemeinsamen Positionen der Parteien waren das Thema Lebensmittelkennzeichnung und
Spielregeln, wobei Karin Doppelbauer für offene Märkte ist. Salzer sieht die Lösung in einer Biolandwirtschaft
sowie, dass die EU keine Lebensmittel exportieren sollte. Norbert von Handel betont, dass es Allianzen mit den -
Visegrad Staaten (Polen, Ungarn, Tschechien, Slowakei) sowie mit Slowenien brauche, damit es ein Gegengewicht
gegen Deutschland und Frankreich in der EU gibt. Einig war man sich, dass man in der EU Lösungen finden muss
und dass die EU eine komplette Neuausrichtung braucht. Es braucht also neue Wege in der Agrarpolitik.

UBV am Kollmitzberger Kirtag vertreten

Der UBV war am Kollmitzberger Kirtag am Samstag, 21. und am Sonntag, 22. September 2019 mit einem Infostand vertreten. Viele Transparente flankierten die Zufahrtswege und das Kirtagsgelände. Die Präsens des UBVs war nicht zu übersehen.
Mit knapp 300 Ausstellern und über 30.000 Besuchern ist der Kollmitzberger Kirtag, im Bezirk Amstetten, der älteste und größte Kirtag seiner Art in Österreich. Die Lage hoch über der Donau mit Aussicht auf die ganze Alpenkette, vom Schneeberg bis zum Traunstein, vom Traunviertel bis ins Hausruckviertel, Teile des Mühlviertel, das gesamte Most- und Waldviertel sowie auf die Donau von Linz bis Strudengau macht ihn zusätzlich zu einem einmaligen Ausflugserlebnis.

Erntewandertag am Sonntag, 8. Sept. 2019

Strahlender Sonnenschein, blauer Himmel und angenehme Temperaturen lockte viele Wanderer zum 1. UBV Erntewandertag. Obmann Herbert Hochwollner begrüßte die Wanderschar und erläuterte das Ziel des gemeinsamen Marschierens: Konsumenten und Landwirte näher zusammenbringen und gleichzeitig die Bauern besser zusammenschweißen.
Nach einer Stärkung beim Biohof Resch ging es weiter zur Labstelle Familie Raab, wo Jause, Most und Kuchen zur Stärkung bereit standen. Nach etwa 1,5 Stunden Rückmarsch stand am Biohof Resch das herrliche Kistenbratl zur Stärkung und Einstimmung auf die weiteren Stunden bereit. Bei Kaffee und Kuchen ließ die Gemeinschaft aus Bauern, Konsumenten und interessierten Mitwanderern den Nachmittag mit musikalischer Unterhaltung gemütlich ausklingen.

Interessante Vorträge ...

... hörten einige UBV-Mitglieder bei der Landesleitungssitzung am 27. August in Pöchlarn.

 

DI Dr. Helmut Burtscher-Schaden von Gobal 2000 sprach über Artenvielfalt, Landwirtschaft, Konsum und die Betroffenen des Klimawandels. Die Familienbetriebe müssen erhalten bleiben, war eine seiner Kernaussagen.

 

Steven Whybrow, ein Investigativ-Journalist brachte uns weltwirtschaftliche Zusammenhänge und digitale Entwicklungen näher. Steven Whybrows Kernaussage: "Bei der Einführung von 5G handelt es sich nämlich um den entscheidenden Schritt in eine vollständig digitalisierte Realität, der alle erdenklichen Bereiche des Lebens grundlegend beeinflussen wird."

Die Bauern nicht dem Weltmarkt opfern!

Ein volles Haus gab es am Montag, 29. April 2019 bei der Tagung des UBV Niederösterreich in Pöchlarn. LO Herbert Hochwallner konnte mit BB Präsident Georg Strasser, Agrarsprecher der ÖVP im Parlament sowie mit Maximilian Linder - Agrarsprecher der FPÖ im Nationalrat zwei wichtige Teilnehmer der sogenannten Taskforce für die Landwirtschaft begrüßen. Neben den beiden Spitzenvertretern aus dem Nationalrat referierten mit Karl EDER von BRAMBURI und dem Steirer Josef Joschi KALTENEGGER zwei gestandene Unternehmer zu den konkreten aktuellen Problemstellungen für die Bauern!

 

Die beiden Nationalräte Strasser und Linder mussten dabei zur Kenntnis nehmen, dass den Bauern die Sorgen um ihre Bauernexistenzen ordentlich drücken. In zahlreichen Wortmeldungen beklagten diese die häufig ökonomisch völlig hoffnungslose Situation auf den Betrieben! Die anwesenden Landwirte waren mit den Ausführungen wie Vorstellungen der beiden Vertreter der Regierungsparteien nur bedingt zufrieden. Vor allem die zaghafte, zahnlose wie ausweichende Argumentation zu konkreten Beispielen und die komplett defensive Herangehensweise an Problemstellungen erzürnte die Bauern insgesamt sehr.

 

Am Bild von links: NR Maximilian Linder (FPÖ), BB Präsident NR Georg Strasser, UBV NÖ-Wien-Burgenland Obmann Herbert Hochwaller, BRAMBURI Chef Karl Eder und den Unternehmer Josef Joschi Kaltenegger.

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UBV Informationsabend in Hainfeld

Der UBV NÖ war am 10. April 2019 in Hainfeld/Lilienfeld zu Gast. Im Landgasthof Zum Schüller in Hainfeld stellte Obmann Herbert Hochwallner den Unabhängigen Bauernverband vor. Welche Ziele der UBV in NÖ verfolgt und wie die Interessen der Landwirte unabhängig von einer Partei vertreten werden können. Wir bedanken uns bei den zahlreich erschienen Landwirten und deren Engagement. Es wurde angeregt und zukunftsweisend diskutiert. 

Infoabende: Landwirtschaft neu denken

Viele interessierte Landwirte folgten unserer Einladung zu unseren Bauernversammlungen "Landwirtschaft neu denken" am 11. und 12. März 2019 jeweils um 19:30 Uhr in Echsenbach und Hendorf. Es ging um neue Wege für die Landwirtschaft und wie mit Schwierigkeiten in der Agrarpolitik umgegangen werden kann.
Der ehemalige UBV-Präsident, Landwirt und Autor Adolf Riautschnig las aus seinem Werk: "Bauern im Untergang - Gedanken zur Gegenwart und Zukunft des Bauerntums".
Der Unternehmer und Journalist Josef Kaltenegger stellte ein überzeugendes Modell zum Thema
"Was ist ein Hektar Kulturlandschaft wert" vor.
Hans Herbst der rebellische Obstbauer sagte, ohne Spielregel könne es keinen gerechten Markt geben. Das Chaos sei auch die Ursache des Bauernsterben. Darum forderte er die Landwirte auf, sich unabhängig für ihre Anliegen einzusetzen.

Diskussionsabend: Zukunft Landwirtschft

Unser Forderungskatalog "Landwirtschaft neu denken & leben" wurde im Zuge des Diskussionsabend zum Thema "Zukunft der Landwirtschaft und des Kartoffelsanbaus - mit Schwerpunkt Drahtwurm und Pflanzenschutz" übergeben.  Ungefähr 550 Landwirte beteiligten sich am Diskussionsabend in Schweiggers.

Am Bild von links: Abgeordnete zum Nationalrat Martina Diesner-Wais, ÖVP; Organisator Karl Eder, Bramburi Vertriebsges.m.b.H.; Landesrat Gottfried Waldhäusl, FPÖ; Landeskammerrat Ernst Wagendristl, SPÖ; Landtagsabgeordneter Mag. Helmut Hofer-Gruber, NEOS; Landtagsabgeordnete Mag. Silvia Moser, Grüne; UBV Landesobmann Herbert Hochwallner.

Diskussion über die Zukunft der Bauern

Der neu gewählte Obmann des UBV Niederösterreich - Herbert Hochwallner - lud am 19. Dezember 2018 zur Veranstaltung  "Landwirtschaft neu denken & leben" nach Biberbach im Mostviertel ein. Ein volles Haus und die rege, offene Diskussion der Teilnehmer nach den Vorträgen bestätigte den großen Wunsch der Bauern nach einer radikalen Änderung der EU Agrarpolitik. Die Bauern wollen nicht weiter auf der Schlachtbank der EU-Agrarpolitik landen und ruiniert werden! Die Ausführungen der Referenten zeigten klar Möglichkeiten wie notwendige Wege auf, die man umsetzen kann, wenn man es will.

Einheitswert                                  Gesetzeslage – Fristen – Einsprüche Informationsveranstaltung am 7. 4. 2016  Im Schliefauhof der Fam. Obermüller in Randegg

UBV-Stammtisch Bezirk Scheibbs am 17.03.2016

Infoveranstaltung Einheitswert in Biberbach am 11.03.2016

Podiumsdiskussion in Wolfpassing

Es war eine tolle Veranstaltung, und wir durften zahlreiche Gäste begrüssen. Wir konnten allen einen Einblick in unsere Arbeit in den Kammern und in der SVB vermitteln.

Weihnachtsfeier 2015