Unabhängiger Bauernverband                         Niederösterreich Burgenland Wien  


Auf Bauer! Wehr Dich!!Auf Bauer! Wehr Dich!!Auf Bauer! Wehr Dich!!Auf Bauer! Wehr Dich!!Auf Bauer! Wehr Dich!!

DIE BAUERNORGANISATION für aktive Bauern und Grundbesitzer                                                      Unabhängig - Berufsständisch

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COVID 19 - 2. Lockdown - Auswirkungen auf die Land- und Forstwirtschaft

Tierwohl wird weiter ausgebaut

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Österreichs Landwirtschaft baut Vorreiterrolle bei Tierwohl weiter aus
28-10-2020 INFO_Tierwohl.pdf
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Bauernbund will Probleme nicht diskutieren

Dringlichkeitsanträge BBK Amstetten

Folgende Anträge wurden fristgerecht zur Vollversammlung der Bezirksbauernkammer Amstetten am 29.10.2020 eingebracht, jedoch aus nicht nachvollziehbaren Gründen von der BB-Mehrheit nicht auf die Tagesordnung gesetzt.

  • Faire Spielregeln für unsere Land- und Forstwirtschaft
  • Kostenübernahme für elektronische Ohrmarken
  • Unverwechselbare Produkt Herkunfs-Kennzeichnung
  • Reduktion der Bürokratie um 50 % und nur mehr ein Mehrfachantrag je Periode
  • GAP - es braucht neue Wege in der Agrarpolitik
  • Nein zum geplanten Mercosur–Abkommen
  • Übernahme der SV-Beiträge für 2020 durch die öffentliche Hand aus dem Nothilfefond
  • Verschiebung des geplanten Parkplatz Neubau

Lesen Sie dazu auch: Streit über acht Anträge im Bezirk Amstetten
 

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UBV_Anträge_ Amstetten_korr.pdf
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2020_11_09_Brief_Bernhuber_Hochwallner.p
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2020_11_12 - Antwortschreiben Hochwallne
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Investitionsprämie für Betriebe in der Land- und Forstwirtschaft

Anträge können zwischen 1.9.2020 und 28.2.2021 gestellt werden.

Bittere Ernte: Brotkrummen für Bauern, Milliarden für Konzerne

Wären die Preise für Agrarprodukte an die Inflation angepasst, wäre der Bauernmilchpreis heute bei 80 bis 85 Cent brutto! Der jüngste peinliche Streit um die Almosenbeiträge von 33 Euro für Altbauernpensionen und kein Geld für die aktiven Bauern offenbarte kürzlich die fehlende Wertschätzung für die Arbeit der Land- und Forstwirte. Da kann man noch so viele Umfragen strapazieren, wo ein positives Bild für die Bauern herauskommt oder mit Pressegesprächen über Millionen an „Entlastungspakten“ für die Land- und Forstwirtschaft „Marketingtechnisch klotzen“!
Der jüngste Bericht zu den Bauerneinkommen zeigte eines deutlich auf: Der Land- und Forstwirtschaft geht es - ökonomisch betrachtet – äußerst schlecht.

Zum Gedenken

 

In Liebe und Dankbarkeit nehmen wir Abschied von Franz Wiesbauer, der im 58. Lebensjahr viel zu früh von uns gegangen ist. Franz Wiesbauer war Schriftführer-Stellvertreter des Unabhängigen Bauerverbandes, Landesverband NÖ, W, Bgld. Ihm gebührt unser von Herzen kommender Dank und seiner Familie unser aufrichtiges Mitgefühl.

 

Herbert Hochwallner und sein Team

 

 

Die Jungen Unabhängigen

Der UBV verfolgt mit seinen Aktivitäten im Grunde ein Kernziel: "Wie gelingt es die aktuelle Agrarpolitik wieder in jene Bahnen zu lenken, wo die Land- und Forstwirte
eine echte ökonomische Zukunft haben." Es geht also insbesondere um die Zukunft der Jungen in der Land- und Forstwirtschaft, um die jungen Bauern.


Beim UBV gibt es jetzt die Jungen Unabhängigen
Diesem Umstand trägt der UBV nun auch mit einem nach außen gut sichtbaren Zeichen Rechnung. Der UBV hat nun eine Plattform für "Die Jungen Unabhängigen" ins Leben gerufen. Wir laden auf diesem Weg junge Menschen ein, sich bei uns zu melden und sich zu engagieren. Es geht ausschließlich darum, die besten Ideen für Fragen rund um die Bauern zu entwickeln, damit es wirtschaftlich wieder echte Perspektiven gibt. Für den gut sichtbaren Auftritt nach außen gibt es ein eigens dafür gestaltetes Logo.

 

Die Dynamik der Jungen wird im UBV eine noch zentralere Rolle spielen. Wer sich engagieren will, der schreibt uns bitte einfach auf office@ubv.at. Es wird dazu im Sommer ein Infoseminar geben, wo "Die Jungen Unabhängigen" des UBV ihre Vorstellungen konkret definieren werden. Im September 2020 werden die Ansprechpartner in den Bundesländern vorgestellt.

LLWK-Vollversammlung am 29. Juni 2020 in St. Pölten

Der UBV hat folgende Anträge zur Vollversammlung eingebracht. Landeskammerrat Herbert Hochwallner hat die Anträge vorgetragen. Vom Bauernbund wurden alle Anträge abgelehnt.

Beschlussantrag 1
Übernahme der Sozialversicherungsbeiträge durch die öffentliche Hand
Die wirtschaftliche Lage der land- und forstwirtschaft-lichen Betriebe ist seit Jahren mehr als angespannt. Jetzt haben uns zusätzlich die Corona-Krise und die damit verbundenen Maßnahmen hart getroffen. Die Bundesregierung hat allen Branchen die volle Unterstützung zugesagt.
Daher fordert die Vollversammlung der LLWK N.Ö. die Übernahme der bäuerlichen Sozialversicherungsbeiträge 2020 durch den Staat.

Beschlussantrag 2
Gesetzliche Verankerung der Eigenverantwortung
Bei der freiwillig gestalteten Nutzung von Privateigentum darf es doch nicht sein, dass der Eigentümer bei Unfällen zur Rechenschaft gezogen werden kann. Wenn Personen private Grundstücke wie Almen, Wälder betreten, müssen diese für etwaige Schäden an Menschen, Gegenständen und Tieren selbst haften.
Daher fordert die Vollversammlung der LLWK N.Ö.
•    Aus Anlass des bestehenden „Almen-Urteils“ in Tirol fordert die Vollversammlung der Landwirtschaftskammer Niederösterreich die Bundesregierung, insbesondere Bundeskanzler Sebastian Kurz und Bundesministerin für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus Elisabeth Köstinger sowie sämtliche Fraktionen im gesetzgebenden Nationalrat auf, die Eigenverantwortung von Bürgerinnen und Bürgern, die sich in freier Natur aufhalten und bewegen, grundlegend gesetzlich zu stärken und insbesondere jene Paragraphen wie jenen des ABGB §1320 dahingehend dringend zu novellieren .
•    Obige Gesetzesänderungen sind eine zwingend erforderliche Voraussetzung, damit Almen in Gegenwart und Zukunft wieder für Grundeigentümer und Bewirtschafter sicher und zugleich für Sportler, Erholungssuchende und Touristen „offen“ gehalten werden können.

Beschlussantrag 3
Reformierung des N.Ö. Landwirtschaftskammerwahlrechts
In den meisten Gemeinden ist es üblich, dass der Ortsbauernrat (BB) die Wahlberechtigung der Wähler/Wählerinnen erstellt. Auch wurde in mehreren Gemeinden keine Wählerverständigung mit Ort und Zeitpunktangabe zugesandt, sodass diese Personengruppe sich selber erkundigen musste, bzw. gar nicht zur Wahl ging. Es gibt auch diesbezüglich keine einheitliche Vorgehensweise, wer und wie viele Personen von einem Betrieb wahlberechtigt sind. Die Bekanntgabe der Wahllokale und des Zeitpunktes muss im Interesse der Landwirtschaftskammer liegen. Die Wahldurchführung soll wie bisher von der Zuständigen Gemeinde erfolgen.

Daher fordert die Vollversammlung der LLWK N.Ö. folgende Anpassung des Kammerwahlrechtes
•    wer Kammerumlage oder Sozialversicherungsbeiträge der Bauern einzahlt
•    1 Kind als Betriebsnachfolger
•    Maximal ein Stimmrecht pro Person
•    Die pensionierten Betriebsübergeber
•    dass nur oben genannte Personen stimmberechtigt sein dürfen.
Die örtlichen BBK müssen die wahlberechtigten Personen über die Wahllokale und den Zeitpunkt der Wahl informieren. Die Durchführung der Stimmabgabe obliegt weiterhin den Gemeinden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

LKR Hubert Buchingers‘ Rede
Der UBV ist auch in dieser Periode wieder zur Wahl angetreten, da wir dringend positive Richtungsänderungen in der Land- und Forstwirtschaft benötigen. Uns ist auch bewusst, dass man für gesetzliche Änderungen die politische Vertretung im Nationalrat bzw. im Landtag benötigt. Dies haben wir auch bei der letzten Kammerperiode mit einer Partei versucht, wo wir vorher Gemeinsamkeiten gesehen haben. Was dabei herauskam, war enttäuschend.

Ähnlich ist es auch beim Bauernbund. 30 Jahre haben wir einen Landwirtschaftsminister der von der ÖVP bzw. BB gestellt wird!
Mit folgenden Resultaten:
•    40 Jahre gleiche Erzeugerpreise, bei mehreren Produkten sogar weniger
•    Ausgleichszahlungen ohne Indexanpassung
•    Laut grünem Bericht haben wir im Kammerbezirk Waidhofen/Ybbs einen Stundenlohn von 2,50 Euro
•    Einheitswerterhöhung trotz jährlicher Mindererlöse
•    Enteignung der zum Teil teuer erworbenen Milchquoten
•    Handelsabkommen wo die Landwirtschaft die Zeche bezahlt usw.

In der Corona Krise hat die österr. Landwirtschaft bewiesen wie wichtig eine Eigenversorgung der österreichischen Bevölkerung ist, dies wurde auch in den Medien und in der breiten Öffentlichkeit geschätzt. Darum glauben wir, dass jetzt der mögliche und richtige Zeitpunkt wäre, um endlich wieder ein Einkommen in die landwirtschaftlichen Betriebe zu bringen, damit die Versorgungssicherheit auch in Krisenzeiten gewährleistet ist und auch die Pflege unserer Kultur- und Erholungslandschaft erhalten bleibt. Die Pflege von einem Hektar Kulturlandschaft neben der Autobahn kostet 60.000 Euro pro Jahr.

Der BB vermittelt uns immer den Eindruck sie hätten so gut verhandelt, und haben auch negativere Auswirkungen auf die Landwirtschaft verhindert. Die Verhandlungsergebnisse und Aussagen vom Bauernbundpräsidenten bezüglich Erleichterungen damit die Landwirtschaft wieder Zukunft hat, ist meiner Meinung nach nicht einmal das Papier wert. Wenn wir jetzt nach dieser kritischen Zeitperiode nicht den Mut haben unsere Bedürfnisse und Forderungen klar auf den Tisch zu legen, wann dann?

Wir vom UBV wollen nicht nur kritisieren, sondern haben auch Vorschläge zur Rettung und Absicherung unserer Betriebe eingebracht und wollen uns auch aktiv in Verhandlungen und Entscheidungsprozesse einbringen. Was wir brauchen sind klare Spielregeln für Fairness und Vergleichbarkeit im Handel mit Produkten der Land- und Forstwirtschaft.

Eine weitere zentrale Forderung vom UBV ist:
Was ist ein Hektar gepflegtes Kulturland wert? Hier fordern wir einen Vertrag mit der Republik Österreich, den schon vor Jahren Vizekanzler und Landwirtschaftsminister DI Josef Riegler bereits gefordert hat.

Da wir der Meinung sind, dass wir auch in Zukunft durch die bereits ausverhandelten Handelsabkommen keine besseren Produktpreise erwirtschaften können, sehen wir als einzigen Ausweg ein Einkommen durch die Pflege von Kulturland, welches bislang von den Bäuerinnen und Bauern gratis zur Verfügung gestellt wurde.

Ich bitte den BB diese Forderungen aufzugreifen und damit in Verhandlungen mit den Entscheidungsträgern zu treten.


Herzliche Grüße

Die UBV Landeskammerräte

Herbert Hochwallner        Hubert Buchinger        Lisa-Maria Kargl

Spielregeln beim Handel mit Lebensmitteln

Klare Spielregeln wie eine eindeutige Produkt Herkunft Kennzeichnung und Verpackungsvorgaben durch den Erzeuger oder der Genossenschaft im Sinne der Produzenten fordert der Unabhängige Bauernverband.


Es braucht
1) Maximal 100 % Preisaufschlag bei Lebensmitteln
2) Eine klare, unverwechselbare Produkt Herkunft Kennzeichnung
3) Die Verpackung durch den Produzenten - Erzeuger

 

UBV Forderung 1: Der Lebensmittelhandel (LEH) darf maximal 100 % auf den Einkaufspreis bei Lebensmitteln aufschlagen. Damit wird dem anonymen Handel mit Lebensmittel ohne
Kontrolle aus aller Herren Länder mit Dumping-Einkaufspreisen ein Riegel vorgeschoben. Derzeit passt für die Land- und Forstwirtschaft bei den Einkommen vorne wie hinten nicht nichts. Egal in welcher Branche - zu niedrige Einnahmen führen zu großen Verwerfungen bei den Produzenten. Man redet von Regionalität, gekauft wird aber in erster Linie, was billig ist. Das kommt bei Lebensmitteln zu oft in Massen wegen niedriger sozialer Standards und fehlender Spielregeln
beim Transport aus dem weit entfernten Ausland.

Faire Erzeugerpreise brauchen strenge Kontrollen und eine ehrliche Produktkennzeichnung

Daher schlägt der UBV vor, dass der Lebensmittelhandel bei den eingekauften Lebensmitteln nur maximal 100 % Preisaufschlag vornehmen darf. Dadurch bekommt die heimische Ware wieder einen Wert. Die Verzerrungen der Marktpreise für Lebensmittel werden stark reduziert. Wodurch das Geld wieder in der Region bleibt. Ein konkretes Beispiel:

  • Wer z.B. Milch um 35 Cent im Ausland einkauft und dann hier statt um 1,20 Euro nur mehr um 70 Cent verkaufen darf (weil maximal 100% Preisaufschlag), dem bleiben dann nur 35 Cent zum Abdecken aller Kosten und einem allfälligen Gewinn. Damit verdient er deutlich weniger, wie wenn er die Milch regional einkauft.
  • Wer Milch in Österreich um 70 Cent einkauft und diesem z.B. um 1,20 Euro verkauft, dem bleiben bei einem Verkaufspreis von 1,20 Euro bereits 50 Cent zum Abdecken aller Kosten. Bei einem Verkaufspreis von 1,40 (100% Aufschlag) bleiben 70 Cent für Kosten und Gewinn.
  • Bei beiden Beispielen des „UBV Modells“ ist der Ertrag für den Handel deutlich höher als bei der importierten Milch. Gleichzeitig wird die regionale Erzeugung gestärkt. Bauern und Verarbeiter verdienen mehr. Das Geld bleibt hier und stärkt die regionale Kaufkraft. So werden tausender Jobs und Familieneinkommen gesichert.

Klare Produkt Herkunft Kennzeichnung sowie Verpackungsvorgabe durch die Erzeuger

Wichtige Begleitmaßnahmen dazu sind
o eine klare, unverwechselbare Produkt Herkunft Kennzeichnung sowie
o die Kontrolle wie Vorgabe durch die Erzeuger/Verarbeiter, wie die Ware zu verpacken sei.

 

Es gibt kein Markenprodukt weltweit, welches nicht nach den Vorgaben der Erzeuger/Produzenten verpackt wird. Allein damit ist bereits ein wichtiger Mosaikstein für eine nachvollziehbare Produkt Herkunft Kennzeichnung gesetzt. Daher sind folgende gesetzliche Vorgaben notwendig, um den aktuellen Missbrauch bei der Herkunft Kennzeichnung abzustellen:
1) Eine klare, unverwechselbare sowie verpflichtende Produkt Herkunft Kennzeichnung, die gesetzlich vorgeschrieben ist. Jedes Produkt muss heute viele Vorgaben für das „In Verkehrbringen auf einen Markt“ erfüllen. Damit kann es nicht bei Lebensmitteln an einer klaren Produkt Herkunft Kennzeichnung für diese scheitern.
2) Die Verpackung muss wieder nach den Vorgaben der Erzeuger bzw. Verarbeiter erfolgen und nicht nach den Vorgaben des Handels. Das bedeutet, die Verpackung wird nach den Vorgaben z.B. einer Erzeugerorganisation oder Genossenschaft im Sinne der Produzenten gestaltet. Nicht der Lebensmittelhandel macht eine Verpackung und füllt dann ab, wie er will. Eine Verpackung mit klarer Kennzeichnung und gestaltet nach den Vorgaben von Erzeugern
und Verarbeitern garantiert, dass in der Verpackung der Rohstoff drinnen ist, der drinnen sein soll. Also z.B. Milch oder Fleisch oder Äpfel aus Österreich. Stammt das Obst z.B. aus Südtirol oder Polen, dann ist dies auch klar gekennzeichnet.


Zusammenfassend:
Die Forderung mit maximal 100 Prozent Preisaufschlag bei Lebensmittel für den LEH bringt echte Fairness für die regionalen Produzenten. Ökonomisch ist dieser Vorschlag auch für den LEH korrekt. Gleichzeitig wird die Abgeltung der regionalen Bauern erheblich gesteigert. Auch die regionalen Verarbeiter profitieren. Es gibt also nur Gewinner. Der LEH wird eine geringere Spanne verschmerzen. Das Preisdumping mit importierten Billigprodukten wird gestoppt. Die Bürger
wissen mit einer echten Produkt Herkunft Kennzeichnung, was sie kaufen. Eine Verpackung durch die Erzeuger stärkt die Produkt Herkunft Kennzeichnung und am Ende auch die Moral der Bauern.

Info: Flächen für Futternutzung

Übernahme SV-Beiträge für Bauern 2020

In einem offenen Brief an Bundeskanzler, Vizekanzler, Bundesministerin für Landwirtschaft und LK-Präsident Moosbrugger übermittelt der UBV konkrete Vorschläge und Forderungen für die Land- und Forstwirtschaft im Zusammenhang mit den dramatischen Konsequenzen für unsere Land- und Forstwirte. Unsere Vorschläge sind rasch und einfach umsetzbar. Mit der Übernahme der SV-Beiträge für 2020 durch den Staat kann man sofort die Land- und Forstwirte unterstützen. Damit ist das Ziel einer sofortigen Entlastung wie Unterstützung der Land- und Forstwirte gewährt.

Im zweiten Schritt braucht es ein Investitionsprogramm in der Höhe von 3,5 Milliarden Euro für die heimische Land- und Forstwirtschaft. Die damit verbundene Abgeltung bisher kostenlos erbrachter Leistungen für die Land- und Forstwirte bedeutet in sehr kurzer Zeit einen gewaltigen Investitionsschub durch die Bauern für die heimische, regionale Wirtschaft. Man kann davon ausgehen, dass so im Zeitraum 2020/2021 aus diesem Sektor Investitionen in der Höhe von 6 bis 8 Milliarden Euro auslöst. Das ist der beste Hebel für eine rasche Ankurbelung der Wirtschaft und der Konjunktur. Womit wir direkt in den Regionen einen Vielfachnutzen bewirken.




Landwirtschaft neu denken & leben

Die aktuelle GAP ist aus unserer Sicht für unsere Bauern untauglich. Das System fährt unsere Bauern an die Wand. Wir wollen diesen Weg nicht mehr weitergehen. Wir wollen eine komplette Neuausrichtung der GAP in Europa. Wir sind der Meinung, dass die Landwirtschaft das doppelte bis dreifacher ihrer derzeitigen Einnahmen braucht, damit sie aus ökonomischer oder betriebswirtschaftlicher Sicht wieder Oberwasser bekommt.

 

Es ist uns zu wenig, sich immer auf Brüssel oder vermeintlich leere Kassen auszureden. Jede Berufsgruppe holt sich jährlich einen Teil der Wohlstandsmehrung. Ausgenommen die Land- und Forstwirtschaft. Diese lebt auf Kosten der Substanz. Es gibt keine Unternehmerbranche noch jemand aus dem Bereich der Dienstnehmer, der mehr oder weniger nur von den Ersparnissen oder von seiner Substanz lebt.

Wir haben intensiv über mögliche neue Wege sowie die aus unserer Sicht unabdingbaren Notwendigkeiten nachgedacht und unsere Vorschläge zu Papier gebracht. Wir laden zum offen Dialog, zum Verbessern unserer Vorschläge herzlich ein! Wenn wir nicht jetzt einen neuen Ansatz wählen und gehen und das Existenzen vernichtende Programm der bisherigen GAP weiter schreiben, werden dies die Mehrheit der noch vorhandenen Betriebe nicht überleben.

 

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Durch die anhaltende Trockenheit und den damit verbundenen Wachstumsstillstand des Grases geht auf vielen Weiden das Futter aus. Einige Landwirte stocken daher ihre Rinderbestände ab, berichtet die Werra Rundschau aus Nordhessen.

Auch die aktuelle Nutzungsfreigabe der ökologischen Vorrangflächen könne den Futtermangel nur begrenzt auffangen. Thorsten Möller, Vorsitzender des Kreisbauernverbandes Werra-Meißner aus Herleshausen-Archfeld erklärte der Zeitung, ebenfalls seinen Bestand reduzieren zu müssen. Von seinen 160 Kühen würde ein Teil zum Schlachter gehen, weil er sie nicht mehr ernähren kann. Auch von Kollegen wisse er, dass sie ähnlich vorgehen werden müssten.

Normalerweise könne eine Herde pro Saison drei- bis viermal auf einer Weide grasen, in diesem Jahr war nach dem ersten Mal Schluss. „Es wächst einfach nichts mehr nach“, sagt Möller. Mehr als 100 Weiden stehen ihm für seine Tiere zur Verfügung, auf zweien sei für die nächsten drei Wochen noch etwas Futter zu holen. „Danach werde ich die Kühe und das Jungvieh reinholen müssen, was normalerweise erst im November oder Dezember geschieht.“

Doch auch das bedeute nicht, dass die Tiere ernährt werden können: Weil kein Gras mehr wächst, konnte auch keines zu Silage verarbeitet und als Futtervorrat für den Winter eingelagert werden, sagte er der Werra Rundschau weiter.

Auch Milchviehbetriebe mit ganzjähriger Stallhaltung machen sich inzwischen Sorgen. „Der Mais ist nur halb so hoch wie sonst, und wenn jetzt kein Regen kommt, wird der auch noch vertrocknen“, berichtet Möller. Schon jetzt seien die Tiere gestresst, was sich in weniger Milch und einer anderen Zusammensetzung bemerkbar mache. Er ist als Nahrungsquelle für seine Tiere jetzt auf gepresstes Stroh ausgewichen. Er hoffe nun, dass er Zuckerrübenschnitzel kaufen kann. Weil aber in ganz Nordeuropa Trockenheit herrsche und alle Landwirte danach fragten, sei er nicht sicher, ob er auch welche bekomme.

Wie viele Tiere er schlachten lassen muss, hängt von der möglichen Zuckerrübenschnitzel-Lieferung und davon ab, ob es in den kommenden Tagen regnet – und zwar richtig, drei bis vier Tage lang.



Topagrar.com - Lesen Sie mehr auf: https://www.topagrar.com/news/Home-top-News-Grasmangel-Immer-mehr-Rinder-gehen-zum-Schlachter-9466398.html

Durch die anhaltende Trockenheit und den damit verbundenen Wachstumsstillstand des Grases geht auf vielen Weiden das Futter aus. Einige Landwirte stocken daher ihre Rinderbestände ab, berichtet die Werra Rundschau aus Nordhessen.

Auch die aktuelle Nutzungsfreigabe der ökologischen Vorrangflächen könne den Futtermangel nur begrenzt auffangen. Thorsten Möller, Vorsitzender des Kreisbauernverbandes Werra-Meißner aus Herleshausen-Archfeld erklärte der Zeitung, ebenfalls seinen Bestand reduzieren zu müssen. Von seinen 160 Kühen würde ein Teil zum Schlachter gehen, weil er sie nicht mehr ernähren kann. Auch von Kollegen wisse er, dass sie ähnlich vorgehen werden müssten.

Normalerweise könne eine Herde pro Saison drei- bis viermal auf einer Weide grasen, in diesem Jahr war nach dem ersten Mal Schluss. „Es wächst einfach nichts mehr nach“, sagt Möller. Mehr als 100 Weiden stehen ihm für seine Tiere zur Verfügung, auf zweien sei für die nächsten drei Wochen noch etwas Futter zu holen. „Danach werde ich die Kühe und das Jungvieh reinholen müssen, was normalerweise erst im November oder Dezember geschieht.“

Doch auch das bedeute nicht, dass die Tiere ernährt werden können: Weil kein Gras mehr wächst, konnte auch keines zu Silage verarbeitet und als Futtervorrat für den Winter eingelagert werden, sagte er der Werra Rundschau weiter.

Auch Milchviehbetriebe mit ganzjähriger Stallhaltung machen sich inzwischen Sorgen. „Der Mais ist nur halb so hoch wie sonst, und wenn jetzt kein Regen kommt, wird der auch noch vertrocknen“, berichtet Möller. Schon jetzt seien die Tiere gestresst, was sich in weniger Milch und einer anderen Zusammensetzung bemerkbar mache. Er ist als Nahrungsquelle für seine Tiere jetzt auf gepresstes Stroh ausgewichen. Er hoffe nun, dass er Zuckerrübenschnitzel kaufen kann. Weil aber in ganz Nordeuropa Trockenheit herrsche und alle Landwirte danach fragten, sei er nicht sicher, ob er auch welche bekomme.

Wie viele Tiere er schlachten lassen muss, hängt von der möglichen Zuckerrübenschnitzel-Lieferung und davon ab, ob es in den kommenden Tagen regnet – und zwar richtig, drei bis vier Tage lang.



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SWR Ein Film von Christoph Würzburger
Bild: SWR
Am Mittwoch, dem 6. April, geht es um 20.15 Uhr im SWR Fernsehen um die Milchwirtschaft in Deutschland. Der Sender besucht Doris Buhl, die zusammen mit ihrem Mann Peter das Hofgut Homboll im Hegau bewirtschaftet. Die Familie hat inzwischen große Probleme mit der Milchviehhaltung, da die Einnahmen hinten und vorne nicht mehr reichen.

3.000 Milchbauern geben nach SWR-Angaben jedes Jahr auf. Allein in den letzten 16 Jahren habe sich die Zahl der aktiven Milchbauern halbiert! "Die Politik hat sich verabschiedet, lässt die Bauern im Stich", schimpft Doris Buhl. Sie und ihre Kollegen im ganzen Land schlagen Alarm: Bei jeder Konferenz der Agrarminister stören sie mit ihren Treckern, selbst nach Brüssel fahren sie zu tausenden und lassen ihre Wut raus. Sie wollen keinen ruinösen Weltmarkt, sie wollen endlich Leitplanken für einen funktionierenden Markt. Das Sterben der Milchviehbetriebe beschäftigt längst die Öffentlichkeit. Denn Dörfer und Landschaften verändern ihren Charakter, wenn Wiesen verschwinden.

Warum nur ist Milch immerzu billig, fragt sich Doris Buhl. Sind die Molkereien schuld, die ihr das Letzte abpressen? Oder der Lebensmittelhandel, der auf dem Rücken der Bauern seine Preiskämpfe austrägt? Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis, heißt es. Aber was heißt das konkret? Eine Milch-Börse gibt es nicht, wer also macht den Preis, wo entsteht er? Und: Wer zahlt letztendlich für die billige Milch?

SWR-Autor Christoph Würzburger geht dieser Frage nach. Er unternimmt eine Reise in die große weiße Welt der Milch. Er schaut in Ställe und hinter verschlossene Türen von Molkereien, recherchiert bei Behörden und Wissenschaftlern. Exklusiv begleitet er einen Milcheinkäufer hautnah bei einer knallharten Preisverhandlung. Der Film begleitet die Milchbäuerin Doris Buhl, die Milchbauern Karl-Heinz Fluck und Peter Meutes durch das Milchjahr 2015 - bei ihrem Kampf gegen den schleichenden Niedergang ihrer Zunft.



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